Nach acht Wochen Pause ging es endlich mit einem erneuten Nachtmammut weiter. Das Ruhrgebiet und der Tetraeder waren das Ziel.
Pünktlich um 17:09 Uhr ging es mit dem FlixTrain in Richtung Duisburg. Mit der Straßenbahn ging es dann vom Hauptbahnhof zum Landschaftspark Nord, der erneut Startpunkt war. Um 19:40 Uhr fiel der Startschuss. Es ging in Richtung Oberhausen. Die A3 wurde unterquert und es ging am Rhein-Herne-Kanal entlang zum Kaisergarten, in dem der erste Verpflegungspunkt am Oberhausener Turnverein von 1873 bei km 8,1 wartete. Die Nacht war angebrochen. Es gab unter Anderem einen Hot Dog.
Der zweite Abschnitt war dann mit 13,6 km der längste an diesem Tag. Es ging am Gasometer Oberhausen vorbei, durch den Gesundheitspark Quellenbusch, dann durch den Norden und Osten von Bottrop zum Tetrader mit seinen 387 Stufen. Der Aufstieg zog sich ganz schön und ich war echt froh als ich oben auf der Halde angekommen war, an dem sich der 2. Verpflegungspunkt befand. Es war sehr windig dort oben und nicht gerade warm. Einige sind dann noch die restlichen 200 Stufen hoch zum Aussichtspunkt des Tetraeder hinaufgekraxelt. Ich habe mir das erspart, da ich schon recht kaputt war.
Ich habe aber nicht so eine lange Pause gemacht, da es nicht so angenehm dort oben war. Jetzt ging es in Serpentinen runter zum Startpunkt an den Treppen in Richtung Bottrop-Süd zur A 42. Und dann kam der große Regen, der vorhergesagt war. Es regnete wie aus Kübeln und es bildeten sich riesige Pfützen. Ich hatte zur Vorsicht einen Regenschirm mitgenommen, der allerdings auch nicht alles abhielt. So kam ich recht durchnässt beim 2. Verpflegungspunkt bei km 32,7 km (Ruderverein Oberhausen) an. Eine Suppe wärmte einen dann wieder ein wenig auf. Der Regen hatte vor dem VP aufgehört. Allerdings hielt die Trockenheit nicht lange an und es fing erneut an.
Die letzten knapp 10 km waren dann mehr eine Qual als Vergnügen. Wir wollten eigentlich nur noch ins Ziel. Als nach ca. 39 km das Gelände des Landschaftsparks erreicht wurde, waren alle froh. Eine kleine Umleitung führte uns dann noch zur A 59 und zurück zum Sinterplatz, wo sich das Ziel befand. Nach genau 8 Stunden ging ich über die Ziellinie. Eine Medaille, eine Urkunde, ein Finisher-Bändchen und ein Finisher-Getränk waren der Lohn für die Schinderei.
Der Shuttle-Bus fuhr dieses Mal vom großen Parkplatz an der Hamborner Straße, ein kleiner Marsch war also noch erforderlich. Am Hauptbahnhof angekommen habe ich mich dann umgezogen. Ich hatte aber keine andere Hose dabei und so ging es mit recht feuchter Hose nach Hause. Da der ICE aus München Verspätung hatte, bin ich mit einem Regionalexpress nach Essen und dann mit einem weitere Regionalexpress nach Münster gefahren. Um 8:45 Uhr war ich wieder zu Hause und die Wunden wurden in den folgenden Tagen geleckt, da es in einer Woche ja schon weiter ging.
Der Nachmammut Ruhrgebiet 2026 ging als "Wasserspiele" Duisburg 2026 in die Annalen ein.


