Anfang Juli ging es zum zweiten Mal in diesem Jahr nach Hamburg. Aber dieses Mal stand ein Nachtmammut auf dem Programm.
Am 03.07. ging es schon recht zeitig in Richtung Hamburg, da der Startschuss bereits um 18 Uhr fiel. In Bremen-Brinkum wurde wie beim letzten Mal ein Aufladestopp gemacht und wir haben uns gestärkt. Zurück auf der Autobahn standen wir direkt im Stau wegen der Sanierung der Weserbrücke. Ein zu frühes Abfahren von der Autobahn hat uns dann eine Stadtrundfahrt durch Hamburg beschert. Aber zeitlich lagen wir trotzdem sehr gut. Von der Wohnung ging es dann mit der U-Bahn zum Startpunkt Cruise Center Baakenhöft.
Da ich die erste Startgruppe gewählt hatte, war es auf dem Gelände noch recht übersichtlich. Aber auch sehr windig. Wie in Berlin hatten die Organisatoren Probleme, die Startutensilien aufzubauen. Um Punkt 18:00 Uhr fiel der Startschuss. Über die Baakenparkbrücke durch die Hafencity und dem Überseequartier ging es am Jungfernstieg vorbei hoch an der Binnen- und Außenalster. Es ging noch ein Stück an der Alster weiter und dann durch den Stadtpark, die Flugzeuge flogen ganz schön tief, zum ersten Verpflegungspunkt der Rugby Arena im Stadtpark bei km 13,5. Der erste Streckenabschnitt war wunderschön. Es gab eine leckere Suppe, Anstehen brauchte man zu der frühen Stunde noch nicht. Ein kleiner Minuspunkt waren die noch nicht aufgebauten Toiletten. Wir waren wohl zu schnell.
Es ging weiter durch Winterhude und an der Außenalster vorbei wieder in Richtung Innenstadt. Am Oberhafen und am Billhafen entlang über den Alexandra-Stieg war der 2. Verpflegungspunkt der Elbpark Entenwerder bei km 27,0 km erreicht. Dort gab es belegte Brote, die ich mir teils aber aufhob. Bis auf einige Achillessehnenbeschwerden ging es mir recht gut.
Die Norderelbe wurde über die Billhorner Brückenstraße überquert und es ging in Richtung Alter Elbtunnel. Die Beine wurden ein bisschen schwerer und das Tempo ein bisschen langsamer. Im Alten Elbtunnel angekommen ging es auf der einen Seite die Treppen hinunter und auf der anderen Seite wieder hinauf. Die Treppen waren in Ordnung. Der St. Pauli Fischmarkt bei km 35,0 war der 3. Verpflegungsposten. Es gab eigentlich einen Hot-Dog, den ich mir aber gekniffen habe. Nachdem die Beine wieder Kraft geschöpft hatten, ging es auf die letzten 7 km.
Es ging an den St. Pauli Landungsbrücken vorbei und über die Jan-Fedder-Promenade. Dieses Stück liefen auch die 30 km-Starter, die dann aber einen anderen Weg nahmen. Plötzlich war ich allein auf der Strecke und es war Navigieren im Dunkeln angesagt. Nicht ganz einfach. Es ging über die Niederbaumbrücke Ost durch die Speicherstadt und durch den Lohsepark Richtung Hafencity. Das Ziel war schon sichtbar, jedoch wurde noch ein kleiner Umweg über die Elbbrücken gemacht. Nach 07:59 Stunden war ich dann im Ziel. Es gab wie immer eine Medaille, eine Urkunde, ein Finisher-Bändchen und ein Finisher-Bier.
Nachdem ich ein wenig ausgeschlafen hatte, ging es am nächsten Tag nach St. Pauli. Dort fand der Schlager-Move 2026 statt. Allerdings hatten die Veranstalter einen schlechten Tag ausgesucht, denn es regnete nachmittags fast wie aus Kübeln. Wir haben die Örtlichkeiten dann recht schnell wieder verlassen und sind noch in einem Restaurant eingekehrt. Am nächsten Tag waren wir nachmittags noch im Port des Lumières und haben uns die Vorstellung "Wunderwelt Ozean - Ein immersiver Tauchgang" angeschaut. Es war zwar schön, aber ich hätte mir mehr von diesem Erlebnis erhofft.
Nach einem kurzen Abstecher zur Norderelbe, übrigens bei wunderschönem Wetter, haben wir die Rückfahrt angetreten. Leider mit einer Sperrung der A1 noch bei Hamburg. Über die Köhlbrandbrücke, ein imposantes Bauwerk, und über die die A7 und die A261 ging es zurück auf die A1. Bei Bremen war natürlich wieder ein Stau. Einen Aufladestopp bei Holdorf haben wir bei McDonalds "verbracht". Ein schönes Wochenende hatte sein Ende gefunden.


