Drei Wochen nach dem Marsch in Leipzig ging es bereits weiter. Meine Lieblingsstadt Hamburg war das Ziel. Und zum ersten Mal hieß die zu meisternde Distanz 50 km.

Bereits am Freitag ging es mit dem Auto nach Hamburg. Außer einem zu erwartenden Stau bei Bremen ging es einigermaßen zügig voran. In Hamburg angekommen ging es zunächst mit der U-Bahn in die Stadt. Gegessen haben wir in der L'Osteria Opernplaza. Danach ging es in Richtung Barclays Arena und zur letzten Deutschland-Tour von Kaya Yanar. Es war ein lustiger und kurzweiliger Abend.

Nach einer kurzen Nacht ging es bereits recht früh in Richtung Großmarkt Hamburg, denn um 07:15 Uhr fiel bereits der Startschuss. Allerdings war morgens zunächst typisches Hamburger Schietwetter. Es regnete und es war recht kühl.

Trotzdem lief es bis zum ersten Verpflegungspunkt (Gymnasium Lerchenfeld) bei km 11,2 recht gut. Die Strecke an der Binnen- und Außenalster vorbei war sehr sehenswert. Ab ca. km 13 kamen leider neben dem Regen auch noch starke Wadenkrämpfe hinzu, so dass das Laufen gar nicht mehr entspannt war. Nachdem ich einige Kilometer lang versucht habe, die Wadenkrämpfe rauszulaufen, half ein Mammut mit Magnesium aus. Mit nachlassendem Regen schmerzten dann aber beide Fußsohlen im vorderen Bereich, es hatten sich Druckstellen und Blasen gebildet.

Bei km 25,3 war ein Zusatzverpflegungsposten am Poseidon Freibad eingerichtet. Da galt es, die lädierten Stellen mit Blasenpflastern zu behandeln. Nach einer längeren Pause ging es auf die 2. Hälfte. Es ging durch den Altonaer Volkspark am Stadion des Hamburger Sportvereins vorbei. Der Gehgeschwindigkeit war aufgrund der Krämpfe und Blasen ein wenig gemindert. Bei km 34,9 war der dritte VP (International School Hamburg) erreicht. In dem Moment ging ein deftiger Schauer herunter. Unterstellen und eine heiße Suppe waren angesagt.

Durch den Jenschpark ging es runter zur Elbe und einige Zeit direkt an der Elbe entlang. Ein schönes Panorama. Einige nicht so nette Steigungen von der Elbe wieder rauf brachten mich echt an meine Grenzen. Durch den Donners Park, den Heine-Park und den Altonaer Balkon ging es zum Hamburger Fischmarkt auf St. Pauli, welches der 4. und letzte VP bei km 45 war. Es gab einen Hot Dog.

Nach einer kurzen Erholungspause ging es auf die letzten 5 km, die sich allerdings zogen. Es ging an den Landungsbrücken und an der Elbphilharmonie vorbei in Richtung Überseequartier. Über die Banksstraße ging es dann zurück zum Hamburger Großmarkt und genau nach 10 Stunden war das Ziel endlich erreicht. Der erste 50 km-Marsch war geschafft und eine Medaille, eine Urkunde, ein Finisher-Band und ein Astra-Finisher Bier waren der Lohn.

Am nächsten Tag ging es nachmittags zurück in die Heimat. In 4 Wochen steht der nächste Marsch in Duisburg auf dem Programm.

 

Bruttozeit